

Norvège douze points!
Der 23-jährige Alexander Rybak gilt als musikalisches Wunderkind, seit seinem fünften Lebensjahr spielt er Geige und Klavier, singt und komponiert seine eigenen Songs. Sein Lied "Fairytale" kletterte bereits nach dem Sieg beim norwegischen Vorentscheid sofort an die Spitze der Landescharts und wird es nun wohl auch in Europa tun. Kein Wunder: sein lockerer, ungezwungener Auftritt stach auffällig aus der mit gewohnt angestrengten Choreographien überfrachteten Show heraus.
Bei der Sieger-Pressekonferenz strahlte Rybak glücklich ins Blitzlichtgewitter: "Ich wollte eigentlich sagen, dass der Sieg nicht wichtig sei, sondern dabei sein alles ist. Aber jetzt muss ich sagen: zu siegen ist wichtig!" Auch zur gewaltsamen Auflösung der parallel zur Eurovisions-Show versuchten Parade russischer Homo-Aktivisten hatte er ein Statement: "Eigentlich wollte ich jetzt einen Witz machen und sagen, dass ich sie ja nicht festgenommen habe, aber darüber macht man keine Witze. Ich finde es schade, dass die Demonstranten den Grand Prix Tag als Demo-Tag gewählt haben - denn die größte Homo-Demo war doch hier in der Halle!"
Die bewusst parallel zum Grand Prix-Termin gestartete friedliche Demo-Parade "Gleiche Rechte für alle" der russischen Gay-Aktivisten um Nikolai Alexejew wurde von russischen Spezialeinheiten gewaltsam aufgelöst, die Demonstranten festgenommen. Bereits im Vorfeld war von Seiten der russischen Regierung ein Verbot für die Parade verhängt worden.
Von Björn Berndt






















